Autorin

Biographie in Kürze

Foto: Nelli Stürmer, Kassel

Christiane Lind, Jahrgang 1964, wuchs im niedersächsischen Zonenrandgebiet auf. Heute lebt sie mit einem Ehemann und fünf Katern in Kassel. Sie liebt Bibliotheken und Kunstmuseen, kann auf Zigaretten und Fleisch verzichten, nicht aber auf Latte Macchiato und ihren iPod. Die promovierte Sozialwissenschaftlerin arbeitete in unterschiedlichen Berufen, bis sie sich als Unternehmensberaterin und Sozialforscherin selbstständig machte. Neben Sachbüchern und Artikeln in Fachzeitschriften hat Christiane Lind bereits zahlreiche Kurzgeschichten veröffentlicht.«Die Geliebte des Sarazenen» ist ihr erster Roman. Mehr Informationen zur Autorin auf christianelind.de.

Ausführliche Biographie

Christiane Lind wurde in der Kleinstadt Helmstedt geboren und wuchs in einem 364-Seelen-Dorf namens Mackendorf (im Mittelalter Mackenthorpe) im Zonenrandgebiet auf und lebt nun nach Zwischenstationen in Göttingen, Gelsenkirchen und Bremen in Kassel.
Seit ihre Oma ihr »Peterchens Mondfahrt« vorgelesen hatte, wünschte sie sich, selbst lesen zu können. Nachdem sie die Fähigkeit erworben hatte, arbeitete sie sich systematisch durch die Kinder- und Jugendbibliothek ihrer Dorfbücherei. Dank eines freundlichen Bibliothekars durfte sie danach auf die Erwachsenenbücher zugreifen. Nur Jaqueline Susann und Anne Golon galten als zu frivol und nicht jugendtauglich.
Als Kind liebte sie den König des Windes, immer noch und weiterhin Peterchens Mondfahrt, den Zauberer von Oz und dessen sozialistische Variante »Urfin und seine Holzsoldaten«, Jules Verne und Karl May. Wie viele Mädchen pflegte sie eine langandauernde Affinität zu Pferden und las daher jedes Buch, in dem ein Pferd auf dem Titelblatt stand. Die Britta-Reihe und Blitz, der schwarze Hengst, erfüllten alle Erwartungen, Martin Walsers fliehendes Pferd hingegen empfand sie (damals) als große Enttäuschung.
Sie wollte ihre Jugend hindurch nach dem Abitur Germanistik studieren, weil sie Bücher liebte, doch der Deutsch-Leistungskurs verdarb ihr den Spaß daran. Kurzentschlossen sattelte sie um und schrieb sich für Sozialwissenschaften ein mit dem festen Vorsatz, Journalistin zu werden. Den Plan konnte sie nicht in die Tat umsetzen, aber sie sammelte Arbeitserfahrungen als Gummiringsortiererin, Buchverkäuferin, Wissenschaftlerin, Personalentwicklerin, Tagungsorganisatorin, Vorstandsassistentin, Frauenbeauftragte, Beraterin, Weiterbildnerin und Forscherin.
2001 hat sie das Rauchen aufgegeben und wünscht sich noch heute manchmal eine Entspannungszigarette zum Kaffe. 1994 gab sie das Fleischessen auf und vermisst bis heute nichts. An Kommentare wie „dreimal normal, ein vegetarisch“ hat sie sich inzwischen gewöhnt und knirscht nur noch leise mit den Zähnen.
Chris Lind hält sich für einen Nachtmenschen und leidet unter Schlafstörungen vor 2:00 Uhr morgens und noch mehr unter Aufstehen müssen vor 9:00 Uhr morgens.
Sie liebt ihren Ehemann, ihre Kater, Familie und Freundinnen und Freunde, Tage der Recherche, Kunstmuseen, Latte Machiato, Washington DC und San Francisco, Südengland, kluge Comics und Bücher. Sie hört unterschiedlichste Musik auf dem PC und ist den Menschen, die MP3s erfunden haben, zu Dank verpflichtet.
Ihre Vorstellung eines perfekten Lebens ist, in einer Bibliothek zu leben mit genügend Zeit, alle Bücher zu lesen und daraus Ideen für eigene Geschichten zu entwickeln. Oder auf einem Bauernhof mit Katzen, Pferden, Eseln und Hunden zu leben. Oder mitten in einer Großstadt. Oder in Nordamerika. Oder in Südengland. Oder in Mittelamerika oder in Australien. Oder im Mittelalter …