Ideen finden 1: Die Anfänge oder Übung macht den Meister ;-)

Als ich mich mit den ersten Überlegungen trug, Geschichten zu schreiben, baute sich ein gewaltiges Hindernis vor mir auf: die Frage, wie man Ideen für Geschichten findet oder entwickelt.

Das Handwerk, so dachte ich damals naiv, lerne ich schnell, aber wie komme ich zu einer Geschichte? Wie erfinde oder finde ich Figuren? Wie gelingt es mir, etwas völlig Neues, Bahnbrechendes, nie Dagewesenes zu schreiben?

Erste Antworten auf diese Fragen suchte ich im Internet – das Ergebnis war, gelinde gesagt, frustrierend. Die meisten Autorinnen und Autoren sprachen davon, dass die Geschichten oder Figuren eben da wären, dass sie manchmal den Eindruck hätten, sie müssten sich nur hinsetzen und aufschreiben, was ihnen zufliegt.

Einen wunderbaren Essay zum Thema habe ich auf der Internetseite von Neil Gaiman gefunden.

http://www.neilgaiman.com/p/Cool_Stuff/Essays/Essays_By_Neil/Where_do_you_get_your_ideas%3F

Na toll, dachte ich, das ist eine prima Methode, aufstrebende Autorinnen wie mich draußen zu halten. Ähnlich wie das Genie-Phänomen, was mich durch meine gesamte Schulzeit begleitete: schreiben können nur Genies – ich also nicht. Hier lautete der Teufelskreis: wenn dir keine Ideen oder Figuren zufliegen, dann bist du keine Autorin und wirst auch nie eine sein.

Aber so schnell wollte ich nicht aufgeben und suchte weiter. Nach diversen Ausflügen in Kreativitätstechniken, Mindmaps, wissenschaftlichen Theorien stieß ich auf eine Liste mit 145 Ideen für das kreative Schreiben.

Die habe ich „abgearbeitet“ – jeden Tag mindestens eine Seite zu dem vorgegebenen Thema. Das fiel mir manchmal leicht, an anderen Tagen wollte mir gar nichts einfallen, aber da musste ich durch. Ein schöner Nebeneffekt der täglichen Arbeit war, dass ich mir damit einen schönen Fundus an Textfragmenten schaffte, aus denen ich Kurzgeschichten entwickelte, mit denen ich an unterschiedlichen Ausschreibungen teilnahm.

Je mehr Geschichten ich schrieb, desto leichter fiel es mir, relativ schnell zu einem beliebigen Thema eine Idee zu entwickeln.

Hier ist die Liste: http://www.zeitzuleben.de/2964-tipps-und-tricks-rund-um-das-kreative-schreiben/3/

Alternativ kann man sich jeden Tag von Sarah Selecky Schreibanregungen schicken lassen: /

Hier finden sich mehr als 300 Übungen: http://creativewritingprompts.com/

Oder einmal hier schauen: http://writingprompts.tumblr.com/ – Schreibanregungen mit Bildern für eher visuell orientierte Menschen